Wien: Kindergarten neu denken
NEOS Wien denken den Kindergarten neu: Mehr Deutschförderung im Kindergarten, mehr Verantwortung für die Eltern und mehr Zeit für jedes Kind.

Heute, am 19. Juni 2026, präsentierte die Wiener Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling die nächsten Schritte der Reform „Kindergarten neu denken“. Der Kindergarten ist die erste Bildungseinrichtung. Damit Kinder einen erfolgreichen Start in ihre Bildungslaufbahn haben, braucht es vor allem drei konkrete Voraussetzungen: Deutsch als gemeinsame Sprache im Kindergarten, die Mitwirkung der Eltern und kleinere Gruppen, damit zufriedene Pädagog:innen mehr Zeit für jedes Kind haben. Genau das setzen wir jetzt um.
Grundlage ist eine Befragung von 2.434 Pädagog:innen, Assistent:innen, Leitungen und Fachpersonal aus städtischen und privaten Kindergärten – die größte ihrer Art in Wien.
Daraus folgen drei Neuerungen:
1. Mehr Deutschförderung im Kindergarten: Deutsch im Fokus - Aufbrechen derSprachcluster
Deutsch soll die gemeinsame Sprache im Kindergarten sein. Wir lösen Sprachcluster auf und setzen bei der Durchmischung der Alltagssprachen an, indem wir eine Obergrenze festlegen: In Zukunft wird es nur noch maximal ein Fünftel der Kinder mit gemeinsamer nicht-deutscher Alltagssprache sein. Das bedeutet z. B. in den Kindergartengruppe mit 25 Kindern, dass die Obergrenze pro Sprache bei fünf Kindern liegt.
2. Mehr Verantwortung für die Eltern: Entwicklungsgespräche zwischen Pädagog:innen und Eltern sind künftig verpflichtend
Der Kindergarten kann nicht alles allein leisten – es braucht auch die Mitarbeit der Eltern. Daher wird das jährliche Entwicklungsgespräch in Zukunft verpflichtend sein. Außerdem werden die Pädagog:innen die Möglichkeit haben, ein weiteres zweites Elterngespräch einzufordern, wenn notwendig. Bei Verweigerung gibt es Sanktionen bis zu 200 Euro Strafe.
3. Mehr Zeit für jedes Kind: ein Stufenplan für kleinere Gruppen und gesetzlich verankerte Vorbereitungszeit für Pädagog:innen
Mehr Zeit für jedes Kind – das ist unser Versprechen für den Kindergarten. Dafür setzen wir an der Gruppengröße an und starten mit einem Stufenplan, der die Anzahl der Kinder pro Gruppe schrittweise innerhalb der nächsten zehn Jahre reduzieren wird: Drei Kinder weniger in der Kindergartengruppe und zwei Kinder weniger in der Familiengruppe. Wir wissen aus der Umfrage, dass sich Pädagog:innen mehr Vorbereitung wünschen. Genau das geben wir ihnen.



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